Verfassungsschutz warnt vor islamistischem Terrorpotenzial

Verfassungsschutz warnt vor islamistischem Terrorpotenzial

Das Bundesamt für Verfassungsschutz schätzt das islamistisch-terroristische Potenzial in Deutschland auf derzeit 2.060 Menschen. "Die schreckliche Tat in Dresden zeigt, dass vom islamistischen Terrorismus nach wie vor eine große Gefahr in Deutschland ausgeht", sagte Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Insgesamt geht die Behörde laut dem Bericht der Funke Mediengruppe von bundesweit mehr als 28.000 Islamisten aus. Die Sicherheitsbehörden bearbeiteten mit vereinten Kräften weiterhin zahlreiche Gefährdungssachverhalte und klärten die islamistische Szene konsequent auf, sagte Haldenwang.

In Dresden hatte am 4. Oktober ein Mann zwei Touristen aus Köln und Krefeld bei einer Messerattacke schwer verletzt, einer der Männer starb. Der am Dienstag als mutmaßlicher Täter festgenommene 20-jährige Syrer gilt nach Angaben der Behörden als Gefährder und ist bereits erheblich vorbestraft. Den Angaben zufolge war der Mann erst am 29. September nach vollständiger Verbüßung seiner Jugendstrafe entlassen worden und stand unter sogenannter Führungsaufsicht. Er sei aktuell im Besitz einer Duldung nach dem Aufenthaltsgesetz, hieß es.

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) forderte die Bundesregierung auf, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, um Rückführungen nach Syrien oder in Drittstaaten zu ermöglichen. "Wer in unserem Land schwere Straftaten bis hin zum Mord begeht oder als Gefährder auftritt, kann doch nicht allen Ernstes erwarten, dass er bei uns Hilfe oder Schutz findet", sagte Herrmann den Funke-Zeitungen. Die Innenministerkonferenz hatte im Frühjahr erneut den generellen Abschiebestopp nach Syrien verlängert

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