Kirchen im Südwesten bereiten ökumenische Weltversammlung vor

Kirchen im Südwesten bereiten ökumenische Weltversammlung vor

Zur Vorbereitung der weltweiten Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen haben sich am Samstag Vertreter von 26 Kirchen in Baden-Württemberg in einer Online-Konferenz getroffen. Die Vollversammlung mit mehreren tausend Delegierten aus allen Erdteilen war für September 2021 geplant, wurde aber aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben, teilten das Erzbistum Freiburg und die evangelische badische Landeskirche mit. Sie soll unter dem Motto "Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt" 2022 in Karlsruhe stattfinden.

Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Jochen Cornelius-Bundschuh, erhofft sich von der Versammlung nach eigenen Worten ein "geistliches Ereignis, das zum Glauben ermutigt und Menschen von der Furcht befreit". Zugleich könne die Versammlung Menschen Mut machen, Verantwortung in der Welt zu übernehmen. Außerdem ließen sich neben der Stärkung der christlichen Ökumene neue Perspektiven der interreligiösen Verständigung finden.

Freiburgs katholischer Weihbischof Peter Birkhofer sagte, es sei nicht leicht, als Kirche mit den derzeit tiefgreifenden Veränderungen umzugehen. Durch Gott seien aber Versöhnung und Einheit von Menschen möglich - auf kirchlicher Ebene wie im gesellschaftlichen und politischen Bereich.

Im Ökumenischen Rat der Kirchen sind 350 Kirchen mit mehr als 500 Millionen Gläubigen zusammengeschlossen. Ihm gehören protestantische, anglikanische, orthodoxe und altkatholische Kirchen sowie Freikirchen an. Die römisch-katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet jedoch in wichtigen Gremien mit. Weiter sollten Vertreter von Muslimen, Hindus, Buddhisten und anderer Religionen an der Vollversammlung mitwirken. In Europa tagte die ÖRK-Vollversammlung letztmals 1968 im schwedischen Uppsala.

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