Armutsforscher: EU-Migrationspakt braucht legale Einwanderung

Armutsforscher: EU-Migrationspakt braucht legale Einwanderung

Eine schnellere Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern durch den EU-Migrationspakt ist nach Einschätzung von Tobias Heidland, Armuts- und Migrationsforscher am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), nur in Zusammenarbeit mit den Herkunftsstaaten möglich. Die eigene Regierung könne bei der lokalen Bevölkerung erheblich an Legitimität verlieren, wenn der Eindruck entstehe, sie sei der verlängerte Abschiebearm der Europäer, sagte Heidland den "Kieler Nachrichten" (Dienstag). Die Akzeptanz der Regierung könne etwa dadurch erhöht werden, dass sie legale Einwanderungsmöglichkeiten in die EU vorweisen kann. Heidland leitet seit Anfang Oktober das neue Zentrum "Internationale Entwicklung" am IfW.

Der wichtigste Beitrag Deutschlands und der EU gegen die weltweite Armut ist nach den Worten Heidlands, gute Regierungsführung zu unterstützen und Reformen voranzubringen. Besonders wichtig sei es, die Rechenschaft von Regierungen gegenüber ihren Wählern zu erhöhen.

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