Bundespräsident warnt vor Pandemie-Folgen im globalen Süden

Bundespräsident warnt vor Pandemie-Folgen im globalen Süden

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnt vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Entwicklungsländern. "Die Menschen in vielen Ländern des globalen Südens sind doppelt verwundbar", sagte Steinmeier laut Bundespräsidialamt zum Auftakt der Woche der Welthungerhilfe bei einer Fernsehansprache am Sonntag. Masken und Schutzkleidung seien Mangelware, Beatmungsmaschinen fehlten, Schwerstkranke könnten nicht behandelt werden. Ohne fließendes Wasser, Seife und Desinfektionsmittel bestehe für die Menschen zudem ein erhöhtes Infektionsrisiko, mahnte Steinmeier.

Auch die wirtschaftlichen Folgen sind dem Bundespräsidenten zufolge schwerwiegend. "Felder werden nicht bestellt, die Ernte nicht eingefahren. Millionen verlieren ihre Arbeit und können ihre Familien nicht mehr ernähren", sagte Steinmeier. Viele Menschen in den Armenvierteln befürchteten, eher an Hunger zu sterben, als an den Folgen von Covid-19. Die Welthungerhilfe verteile etwa im Slum Kibera in der kenianischen Hauptstadt Nairobi dringend benötigte Nahrungsmittel und baue Waschstellen. Der Bundespräsident rief zur Unterstützung der Hilfsorganisation auf.

Die 53. Aktionswoche der Welthungerhilfe startet am Sonntag und steht unter dem Motto "Wir können was bewegen". Fernseh- und Sportstars laden dabei bis zum 18. Oktober zu individuellen sportlichen Herausforderungen und zum Spenden ein.

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