Vatikan: Trump instrumentalisiert Image von Papst Franziskus

Vatikan: Trump instrumentalisiert Image von Papst Franziskus

Der Vatikan hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, das Image von Papst Franziskus für Wahlkampf-Zwecke zu missbrauchen. Das katholische Kirchenoberhaupt werde US-Außenminister Mike Pompeo unter anderem aus diesem Grund nicht in Audienz empfangen, sagte der vatikanische "Außenminister", Erzbischof Paul Richard Gallagher, am Mittwoch italienischen Rundfunkangaben zufolge.

Pompeo nahm in Rom an einer von der US-amerikanischen Botschaft beim Heiligen Stuhl organisierten Konferenz über Religionsfreiheit teil. Vor dem Hintergrund der geplanten Verlängerung eines Abkommens zwischen China und dem Heiligen Stuhl über Bischofsernennungen in der Volksrepublik forderte Pompeo zu "Mut" im Kampf für mehr Religionsfreiheit insbesondere in China auf.

Bei Begegnungen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte und Außenminister Luigi Di Maio standen neben der Eindämmung des Coronavirus und der Lage in Libyen auch der von den USA angestrebte Ausschluss chinesischer Technik beim Ausbau des G5-Mobilfunkstandards in europäischen Ländern auf der Tagesordnung.

An diesem Donnerstag wird Pompeo im Vatikan zu einem Gespräch mit Staatssekretär Pietro Parolin erwartet. Nach Angaben der offiziellen Internetseite "Vaticannews" empfängt der Papst Pompeo am selben Tag aus Rücksicht auf den laufenden Wahlkampf in den USA nicht.

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