Deutschland und 46 andere Staaten prangern Unterdrückung im Iran an

Deutschland und 46 andere Staaten prangern Unterdrückung im Iran an

Deutschland und 46 andere Staaten haben vor dem UN-Menschenrechtsrat Folter, Unterdrückung und Gewalt gegen Oppositionelle im Iran verurteilt. Die andauernden Menschenrechtsverletzungen im Iran seien sehr besorgniserregend, sagte der deutsche Botschafter bei den UN, Michael Freiherr von Ungern-Sternberg, am Freitag in Genf.

Der Botschafter sprach von glaubwürdigen Berichten über willkürliche Festnahmen, unfaire Gerichtsverfahren, erzwungenen Geständnisse und Misshandlungen in Gefängnissen. Außerdem kritisierte von Ungern-Sternberg die Hinrichtungen im Iran, die Todesstrafe würde auch bei Jugendlichen angewendet.

Der deutsche Diplomat erwähnte auch die Exekution des Ringers Navid Afkari. Der Ringer hatte an Protesten gegen das Regime teilgenommen und wurde vor knapp zwei Wochen wegen angeblichen Mordes hingerichtet. Der Sportler bestritt die Vorwürfe.

Der deutsche Botschafter verlangte eine unabhängige, transparente und glaubwürdige Untersuchung der Taten und sagte, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Im Iran hat sich in den vergangenen Jahren die Opposition gegen das schiitisch-autokratische Mullah-Regime erheblich verstärkt. Eine schwere Wirtschaftskrise trug erheblich zu der weit verbreiteteten Unzufriedenheit bei. Das Land ist zudem stark von der Corona-Pandemie betroffen.

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