Guterres warnt vor gefährlichen Spannungen zwischen Atommächten

Guterres warnt vor gefährlichen Spannungen zwischen Atommächten

UN-Generalsekretär António Guterres hat vor wachsenden Spannungen zwischen den Atomwaffenmächten gewarnt. Der Mangel an Dialog und die Rivalität zwischen den Staaten erhöhten die Gefahr der nuklearen Massenvernichtungswaffen, erklärte Guterres am Freitag in Genf. Die Welt lebe im Schatten einer nuklearen Katastrophe.

Anlässlich des Welttages zur vollständigen Abschaffung der Nuklearwaffen am Samstag verlangte Guterres neue Abrüstungsschritte. Er nannte keine Länder beim Namen. Zwischen den Atomwaffenmächten erhöhen sich die Spannungen besonders zwischen den USA und China. Die beiden Mächte fechten einen Handelskrieg aus und ringen um eine globale politische Dominanz.

Zudem beschuldigen die USA unter Präsident Donald Trump die Chinesen, für die weltweite Ausbreitung der Krankheit Covid-19 verantwortlich zu sein. Guterres mahnte alle Lände sich für die Abschaffung der Nuklearwaffen einzusetzen, jeder Staat wäre von einem Einsatz nuklearer Waffen betroffen. Der Tod, das Leid und die Zerstörungen, die in den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki 1945, durch Atomwaffen verursacht wurden, dürften sich nie wiederholen.

Laut dem Atomwaffensperrvertrag dürfen nur China, Frankreich, Großbritannien, Russland (früher: Sowjetunion) und USA Atomwaffen besitzen, sie verpflichten sich aber, Verhandlungen über eine vollständige Abrüstung zu beginnen. Die weiteren Nuklearmächte Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea sind keine Mitglieder des Paktes.

Im Juli 2017 einigten sich 122 Staaten auf einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Das Abkommen ächtet den Einsatz von Atomwaffen ebenso wie deren Herstellung, Besitz, Lagerung und Stationierung. Die neun Atommächte lehnen den Pakt jedoch ab. Der Vertrag ist noch nicht in Kraft getreten.

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