UN: Corona vernicht Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut

UN: Corona vernicht Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut

Die Corona-Pandemie lässt laut UN-Generalsekretär António Guterres Armut und Hunger weltweit ansteigen. Die Krise drohe die mühsam errungenen Fortschritte im Kampf für eine lebenswertere Welt zunichtezumachen, warnte Guterres am Freitag in New York auf einer UN-Konferenz zu den 17 Nachhaltigkeitszielen.

Die Vereinten Nationen könnten die Nachhaltigkeitsziele bis 2030 verfehlen, erklärte der Generalsekretär. In den nächsten zehn Jahren müssten sich alle 193 Mitgliedsländer stärker engagieren.

Die UN befürchten, dass die Wirtschaftskrise, die durch Covid-19 ausgelöst wurde, bis zu 500 Millionen Menschen in Armut stürzen wird. Die Armut breite sich zum ersten Mal seit 1990 global wieder aus. Gemäß den UN fristen derzeit mehr als derzeit 700 Millionen Menschen ein Leben in extremer Armut.

Sie haben weniger als 1,90 Dollar pro Tag zum Überleben. Die Beseitigung der Armut ist das erste der 17 Nachhaltigkeitsziele, auf die sich die UN 2015 einigten. Sie sollen allen Menschen ein sicheres und würdevolles Leben ermöglichen.

Das zweite Ziel lautet, dass die Welt den Hunger besiegt. Laut den UN sank die Zahl der Hungernden über Jahrzehnte, seit 2015 steige die Zahl aber langsam wieder an. Derzeit hungern gemäß den Angaben 690 Millionen Menschen, das seien 60 Millionen mehr als noch vor fünf Jahren. Bis 2030 könnten 840 Millionen Menschen an Hunger leiden, hieß es.

Zudem seien durch Schulschließungen die Bildungsaussichten von Millionen Kindern gesunken, vor allem in armen Ländern. Ebenso sei während der Lockdowns die Gewalt gegen Frauen gestiegen. Den Rückschritten stehen laut den UN Fortschritte in einigen Bereichen gegenüber. So habe sich die Gesundheit von werdenden Müttern und Kindern verbessert, mehr Menschen haben Zugang zu Elektrizität und mehr Frauen sitzen in den Regierungen.

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