Zentralverband der Muslime gedenkt des Massakers von Srebrenica

Zentralverband der Muslime gedenkt des Massakers von Srebrenica

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat im Gedenken an das Massaker von Srebrenica vor 25 Jahren zum Engagement gegen Rassismus und Rechtsterrorismus aufgerufen. Der Völkermord an den Bosniaken vor den Augen der internationalen Gemeinschaft und der Vereinten Nationen müsse mahnen, "entschiedener gegen jede Form des blinden Nationalismus, Extremismus und Rassismus in ganz Europa vorzugehen", erklärte der Vorsitzende Aiman Mazyek am Samstag in Köln. Ebenso müsse dem wiedererstarkten Rechtspopulismus und Rechtsterrorismus wehrhaft und entschiedener die Stirn geboten werden.

Die Erinnerung an das Massaker im Herzen Europas müsse wachgehalten werden und die praktische Lehre daraus gezogen werden, "dass Hass und rassistische Gewalt gepaart mit einer faschistischen Ideologie zum Totalitarismus führt, der vor grausamster Menschenvernichtung nicht zurückschreckt", sagte Mazyek weiter. Im Bosnienkrieg war im Juli 1995 die eingekesselte ostbosnische Enklave und damalige UN-Schutzzone Srebrenica in die Hände bosnisch-serbischer Truppen unter der Führung von General Ratko Mladic gefallen. Bei sich über mehrere Tage hinziehenden Massenerschießungen unter seinem Kommando und auf Befehl des Serbenführers Radovan Karadzic wurden Tausende bosnische, mehrheitlich muslimische Zivilisten getötet.

Der Internationale Gerichtshof und das UN-Kriegsverbrechertribunal haben das Massaker als Völkermord eingestuft. Es gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg.

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