Bischöfin und Ökumene-Expertin Rosemarie Wenner wird 65

Bischöfin und Ökumene-Expertin Rosemarie Wenner wird 65

Die frühere Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche in Deutschland, Rosemarie Wenner, wird an diesem Mittwoch 65 Jahre alt. Sie sei weiter für die Stärkung der internationalen ökumenischen Kontakte der Freikirche zuständig, teilte die Evangelisch-methodistische Kirche in Frankfurt am Main mit. 2005 war Wenner als erste Frau außerhalb der Vereinigten Staaten in das Amt einer Bischöfin für die Freikirche gewählt worden. Ihr Nachfolger im Amt des Bischofs ist seit 2017 Harald Rückert. Die Kirche zählt in Deutschland rund 50.000 Mitglieder, weltweit sind es mehr als 50 Millionen Menschen, die zu Kirchen methodistischer Tradition gehören.

In ihrer aktiven Zeit als Bischöfin war Wenner von April 2012 bis Mai 2014 Präsidentin des internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche, teilte die Kirche weiter mit. Im Rahmen der unlösbar erscheinenden Auseinandersetzungen über Fragen zur menschlichen Sexualität, insbesondere die Ordination Homosexueller oder die Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften, hatte die EmK-Generalkonferenz im Mai 2016 beschlossen, eine international besetzte Kommission einzurichten, die in diesen Fragen einen Lösungsweg vorschlagen sollte. Zu den 32 Personen, die der Bischofsrat in diese Arbeitsgruppe berief, gehörte auch Bischöfin Wenner.

Nach zwölf Jahren im Bischofsamt lebt Wenner im Ruhestand im baden-württembergischen Nußloch in der Nähe von Heidelberg. Die methodistische Kirche ging im 18. Jahrhundert als Reformbewegung aus der anglikanischen Kirche in England hervor. Gründer ist der britische Geistliche John Wesley (1703-1791), der sich auch von vom deutschen Reformator Martin Luther und dem deutschen Pietismus anregen ließ. Besonders stark ist die Kirche in Afrika und in den USA vertreten.

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