Diakonie weist auf Not in Venezuela und Nachbarländern hin

Diakonie weist auf Not in Venezuela und Nachbarländern hin

Vor Beginn der internationalen Geberkonferenz für Flüchtlinge und Migranten aus Venezuela hat die Diakonie Katastrophenhilfe auf die Dimension der Krise in Lateinamerika hingewiesen. Aus keinem anderen Land mit Ausnahme Syriens seien so viele Menschen geflohen wie aus Venezuela, erklärte Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel am Dienstag in Berlin. Über vier Millionen Menschen suchten Schutz in den Nachbarländern. In Venezuela selbst bräuchten sieben Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe.

Die EU und Spanien haben für Dienstagnachmittag eine internationale Online-Geberkonferenz anberaumt. Ziel sind Hilfszusagen in nicht bezifferter Höhe, die den wegen der Krise geflohenen Venezolanern sowie den sie aufnehmenden Gemeinschaften in den Nachbarländern zugutekommen sollen.

Füllkrug-Weitzel wies darauf hin, dass die Corona-Krise die Not in Lateinamerika verschlimmere. Wegen Ausgangsbeschränkungen seien Notunterkünfte geschlossen worden. Auf der Straße seien Frauen nun noch stärker sexueller Gewalt ausgesetzt. Weil auch Gemeinschaftsküchen schließen mussten, hätten Hunderttausende ihre Chance "auf wenigstens eine Mahlzeit am Tag verloren". Die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks verlangte ein "großzügiges Handeln der internationalen Gemeinschaft".

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