Nach Messerangriff an Weihnachten in Aue Anklagen erhoben

Nach Messerangriff an Weihnachten in Aue Anklagen erhoben

Nach der Messerattacke auf einen evangelischen Gemeindemitarbeiter an Heiligabend im erzgebirgischen Aue ist Anklage gegen drei Verdächtige erhoben worden. Ein 17-jähriger Syrer muss sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen verantworten, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz am Montag mitteilte. Sein 53 Jahre alter Vater wurde demnach jeweils wegen Anstiftung angeklagt. Zudem muss sich ein 22 Jahre alter Libyer wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verantworten.

Den Angaben nach war der 53-Jährige bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige und Einsame am 24. Dezember 2019 im Pfarrhaus der Kirchgemeinde St. Nicolai in Aue mit zwei Afghanen in Streit geraten. Als er der Einrichtung verwiesen wurde, soll er seinen Sohn und sechs weitere Personen, darunter den Libyer, veranlasst haben, die Streitbeteiligten anzugreifen.

Bei der folgenden Auseinandersetzung wurde ein 51 Jahre alter Helfer der Kirchengemeinde durch einen Messerstich des 17-Jährigen so stark verletzt, dass er nur durch eine Notoperation gerettet werden konnte. Zwei weitere Menschen wurden leicht verletzt. Die Hauptverhandlung vor der Jugendkammer des Chemnitzer Landgerichts wird den Angaben zufolge voraussichtlich am 17. Juni beginnen.

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