Staatsministerin: Über 100 rassistische Übergriffe in Corona-Krise

Staatsministerin: Über 100 rassistische Übergriffe in Corona-Krise

Während der Corona-Krise in den vergangenen Wochen sind nach Angaben von Staatsministerin Annette Widmann-Mauz (CDU) mehr als hundert Berichte über antisemitische und rassistische Übergriffe bei Opferberatungsstellen eingegangen. "In der Corona-Krise werden Menschen beleidigt, bedroht, mit Desinfektionsspray besprüht und angegriffen", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). "Die Angriffe richten sich gegen Jüdinnen und Juden, gegen Menschen, die als Asiaten gesehen werden, gegen alle Altersgruppen vom Kleinkind bis zur Rentnerin."

Die CDU-Politikerin kündigte an, die Bundesregierung werde bis zum Herbst ein konkretes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus vorlegen. Es sei "wichtig, dass wir die Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus jetzt auf die höchste politische Ebene ziehen", dabei müssten auch die Stimmen der Betroffenen gehört werden. "Rassismus richtet sich gegen uns alle, er zerfrisst das Fundament unserer Demokratie", sagte Widmann-Mauz.

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