Regierungspräsidium gedenkt der Ermordung Walter Lübckes

Regierungspräsidium gedenkt der Ermordung Walter Lübckes

Zum ersten Jahrestag der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke plant das Regierungspräsidium Kassel verschiedene Gedenkaktionen. So werde am Todestag des Politikers am 2. Juni eine Diskussionsrunde unter dem Titel "Haltung zeigen" auf verschiedenen Internetkanälen zu sehen sein, sagte dessen Amtsnachfolger Hermann-Josef Klüber (CDU) am Mittwoch in Kassel.

Die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar und der Universität Kassel entstandene, rund anderthalb Stunden dauernde Diskussionsveranstaltung wurde wegen der Corona-Beschränkungen bereits am Dienstag, 19. Mai, aufgezeichnet. Teilnehmer sind unter anderen die kurhessische Bischöfin Beate Hofmann und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

In der Diskussionsrunde, zu der er sich rege Rückmeldungen erhoffe, solle der Focus auf zivilgesellschaftliche Fragestellungen, die die Tat aufgeworfen habe, gerichtet werden, erläuterte Klüber. Zuvor hätten die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Gelegenheit, an ihrem Computer einer Andacht des evangelischen Stadtdekans Michael Glöckner zum Todestag Lübckes zu folgen, die kurz zuvor in der Martinskirche aufgezeichnet werde.

Weitere Vorhaben sind unter anderem die Herausgabe einer Sonderbriefmarke der Deutschen Post zum Andenken an den CDU-Politiker Lübcke sowie die Ausschreibung eines Kunstwerkes. Darüber hinaus solle der Sitzungssaal im Regierungspräsidium Kassel nach dem Ermordeten benannt werden, kündigte Klüber an. Die Einweihung des Saales am 22. August, dem Geburtstag Lübckes, werde verbunden mit der Enthüllung einer Bronzetafel mit dem Relief des Verstorbenen vor dem Saal, die der aus Afghanistan stammende Künstler Behrana Massoum anfertigte.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien immer noch vom Tod ihres langjährigen Chefs betroffen. "Walter Lübcke ist sehr präsent", sagte Klüber. Es sei den Beschäftigten ein großes Anliegen gewesen, zu seinem Todestag etwas zu veranstalten. Aus vielen verschiedenen Ideen sei nun das geschilderte Programm entstanden.

Meldungen

Top Meldung
Die Zusammenarbeit auf nationaler, europäischer und globaler Ebene in der Corona-Krise ist nach Überzeugung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, wichtiger als je zuvor.