Solingen erinnert mit stillem Gedenken an Brandanschlag von 1993

Solingen erinnert mit stillem Gedenken an Brandanschlag von 1993

Zum Jahrestag des fremdenfeindlichen Brandanschlags vom 29. Mai 1993 in Solingen wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Schutzregeln nur ein stilles Gedenken am Mahnmal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geben. Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), Vertreter der Familie Genç sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, die Ditib-Gemeinde Solingen und das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage werden Kränze niederlegen und im Rahmen einer Schweigeminute der Toten gedenken, teilte die Stadt Solingen am Mittwoch mit. Es würden weder Ansprachen noch Gebete gehalten.

Die Verleihungsfeier für den Toleranzpreis "Silberner Schuh", traditionell Teil des Gedenkens an den Brandanschlag, wird auf den Herbst verschoben, hieß es weiter. Bei dem Brandanschlag vor 26 Jahren wurden zwei Frauen und drei Mädchen getötet, als vier junge Neonazis in der Nacht zum Pfingstsamstag 1993 das Haus der türkischen Familie Genç anzündeten. Die Tat rief weltweit Entsetzen hervor.

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