Berliner Innensenator appelliert an Kritiker der Corona-Maßnahmen

Berliner Innensenator appelliert an Kritiker der Corona-Maßnahmen

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) ruft in einer Videobotschaft Kritiker der Corona-Maßnahmen zur Vernunft auf. Zugleich kündigte er ein konsequentes Vorgehen der Polizei gegen Gewalttäter auf Anti-Corona-Demonstrationen an. "Lassen Sie sich nicht von Extremisten instrumentalisieren", sagte Geisel in einer am Freitag per Twitter verbreiteten Ansprache: "Wenn Sie Zweifel und Kritik an den Corona-Maßnahmen haben, die getroffen wurden, ist es Ihr gutes Recht, dagegen zu demonstrieren. Wir sind ein freies Land." Demonstrieren sei erlaubt. "Aber überlegen Sie sich gut, an welcher Seite Sie stehen." Nach Angaben eines Polizeisprechers sind am Samstag in Berlin allein 22 Demonstrationen mit "Coronavirus-Bezug" angemeldet darunter von linken und rechten Gruppierungen.

Bei den Hygiene-Demos auf dem Rosa-Luxemburg-Platz "stehen auch Rechtsextremisten neben Ihnen, auf dem Alexanderplatz sind es gewaltbereite Hooligans", sagte Geisel. Auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag seien es die Reichsbürger. "Diese Menschen üben keine Kritik, diese Menschen greifen unsere freiheitliche Gesellschaft an", sagte Innensenator.

"Wir alle wollen wieder normale Zustände", sagte Geisel. Aber man sollte Zahlen und Fakten vertrauen: "Davon muss unser Handeln bestimmt werden - nicht vom Bauchgefühl. Und schon gar nicht von den wirren Reden der Verschwörungstheoretiker oder Untergangspropheten." Vergangenes Wochenende war es bei Demonstrationen von Verschwörungstheoretikern und Rechtsextremisten in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen zu Gewalt gekommen.

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