Mindestens 13 Tote bei Anschlag auf Frauenklinik in Kabul

Mindestens 13 Tote bei Anschlag auf Frauenklinik in Kabul

Bei einem Anschlag auf eine Frauenklinik in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind auch Neugeborene, wie die afghanische Nachrichtenagentur "Pajhwok" berichtete. Eine Gruppe bewaffneter Kämpfer in Polizeiuniform drangen demnach am Morgen in das Dascht-e-Barchi-Hospital ein, in dem die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" eine Geburtsstation betreibt. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Dutzende Patienten, darunter auch Babys, mussten evakuiert werden.

Erst am Nachmittag konnten Sicherheitskräfte die Klinik unter ihre Kontrolle bringen und die im Gebäude eingeschlossenen Menschen, darunter auch Ärzte, in Sicherheit bringen. Alle vier Angreifer sollen getötet worden sein. Auf der Rückseite der Klinik befindet sich eine Unterkunft für ausländische Ärzte und Pflegekräfte. Die Attentäter hatten offenbar auch versucht, dorthin zu gelangen. Es blieb zunächst unklar, wer für den Anschlag verantwortlich war. Die Taliban erklärten, sie hätten nichts mit dem Angriff zu tun.

Ebenfalls am Dienstag verübten Unbekannte einen Anschlag auf eine Beerdigung in der östlichen Provinz Nangarhar. Laut der afghanischen Nachrichtenagentur Khaama Press wurden bei dem Selbstmordattentat mindestens 47 Menschen verletzt oder getötet. Es blieb zunächst unklar, wer für den Anschlag verantwortlich ist.

Ende Februar hatten die USA und die Taliban ein historisches Friedensabkommen geschlossen. Doch die geplanten Gespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban kommen nicht voran. Gleichzeitig hat die Zahl der zivilen Opfer in dem Land wieder zugenommen. Im März starben mindestens 25 Menschen bei einem Anschlag der Terrorgruppe "Islamischer Staat" auf einen Sikh-Tempel in Kabul.

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