Forscher untersuchen Beziehungen der Menschen in der Corona-Krise

Forscher untersuchen Beziehungen der Menschen in der Corona-Krise

Forscher verschiedener Universitäten wollen untersuchen, wie sich die Corona-Krise auf das soziale Miteinander der Menschen auswirkt. Die Experten aus Osnabrück, Münster, Stanford in den USA und Oxford in England wollen klären, inwieweit Ängste und Sorgen eines Menschen bezüglich der Corona-Pandemie dessen soziales Umfeld beeinflussen, sagte Projektleiter Maarten van Zalk, Psychologe der Uni Osnabrück, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Ferner werde analysiert, ob Hilfsbereitschaft und Solidarität eines Menschen auf dessen Freundes- und Bekanntenkreis abfärben. Die Daten würden per Online-Umfrage gesammelt.

Ein weiteres Untersuchungsfeld ist van Zalk zufolge der Einfluss der Corona-Krise auf die vielfältigen Persönlichkeiten der Menschen. Derzeit verfolge die Wissenschaft zwei entgegengesetzte Theorien, die auf Laborstudien mit simulierten Krisen beruhten. Danach könnten Persönlichkeitsunterschiede in großen Krisen entweder nivelliert oder aber verstärkt werden. "Jetzt haben wir die große Chance, diesen Theorien in einer realen Krise auf den Grund zu gehen", sagte van Zalk.

Die Teilnehmer der Langzeitstudie sollten über mehrere Wochen begleitet werden, sagte der Professor. "Wir wollen auch wissen, wie sich institutionelle Maßnahmen wie etwa Gebote zu sozialer Distanzierung und deren anschließende Lockerung auf die Antworten der Menschen auswirken." Die erhobenen Daten würden anonymisiert auch dem Robert-Koch-Institut zur Verfügung gestellt.

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