Patientenschützer: Corona-Grundschutz für Pflegeheime garantieren

Patientenschützer: Corona-Grundschutz für Pflegeheime garantieren

Die Stiftung Patientenschutz fordert klare Kriterien für die Einbindung von Pflegeheimbewohnern in die Strategie zur Lockerung der Corona-Beschränkungen. "Wer Lockerungen nach Ostern ins Spiel bringt, der muss garantieren, dass der Grundschutz dauerhaft steht", sagte Vorstand Eugen Brysch am Freitag in Dortmund. "Pflegeheime sind keine Gefängnisse." Heimbewohner würden aber "in Haft genommen", weil die Gesundheitsministerien von Bund und Ländern sowie die Heimbetreiber beim Grundschutz in der Altenpflege "sträflich versagen".

Ein Ausstiegsszenario brauche verbindliche Kriterien und einen angepassten Zeitplan, mahnte der Patientenschützer. Wenn der Infektionsschutz gesichert sei, könnten Besuche über Zugangsschleusen erfolgen. Bund, Länder und Kommunen seien allerdings auch acht Wochen nach dem Corona-Ausbruch in Heinsberg nicht in der Lage zu garantieren, dass Gesichtsschutz, Schutzkleidung und Desinfektionsmittel in den Einrichtungen für mindestens 14 Tage reichten, kritisierte Brysch. "Es gibt ambulante und stationäre Dienste, da reicht es nicht mal bis zum Abend."

Brysch forderte zudem, Pflegebedürftige systematisch auf das Virus zu testen, Menschen mit Grippe-Symptomen sofort. Vereinzelt gebe es schon gute Beispiele, wo Ärzte und Pfleger der Krankenhäuser, niedergelassene Mediziner und Altenpflegekräfte in Freiwilligen-Pools vor Ort zusammen arbeiteten. Sie können dort eingreifen, wo eine Kettenreaktion drohe. "Die Politik muss dafür sorgen, dass diese Maßnahmen endlich laufen", forderte Brysch.

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