Papst richtet neue Studienkommission über Frauendiakonat ein

Papst richtet neue Studienkommission über Frauendiakonat ein

Papst Franziskus hat eine neue Studienkommission über das Frauendiakonat eingesetzt. Vatikanangaben vom Mittwoch zufolge gehören dem Gremium neben einem Präsidenten und einem Sekretär je fünf Frauen und Männer an. Unter den Mitgliedern der Kommission sind die beiden deutschen Theologen Barbara Hallensleben und Manfred Hauke.

Franziskus hatte bereits 2016 eine Studienkommission über die Geschichte des Frauendiakonats eingesetzt. Deren Bericht wurde nicht veröffentlicht. Bei einer Begegnung mit Ordensoberinnen bezeichnete er deren Ergebnis im vergangenen Jahr als "keine große Sache".

Nach der Amazonas-Synode vom vergangenen Herbst enttäuschte Franziskus Erwartungen, er werde als Mittel gegen den Priestermangel in der Region Weiheämter für Frauen öffnen. In seinem nachsynodalen Schreiben kündigte er gleichwohl die Schaffung einer neuen Studienkommission über das Frauendiakonat ein.

Befürworter des Frauendiakonats sehen in der Einrichtung die Möglichkeit, dass Frauen eine wichtigere Rolle in der Kirche erhalten. Gegner befürchten, dadurch könne künftig das ausschließlich Männern vorbehaltene Priesteramt auch für weibliche Gläubige geöffnet werden.

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