EKD-Vize: Osterbotschaft angesichts Corona erst recht verbreiten

EKD-Vize: Osterbotschaft angesichts Corona erst recht verbreiten

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, ist überzeugt, dass die biblische Osterbotschaft trotz der Einschränkungen durch die Coronakrise große Verbreitung finden wird. Es schmerze zwar, dass in diesem Jahr das Osterfest nicht wie üblich mit festlichen Gottesdiensten begangen werde könne, sagte die westfälische Präses dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Kirchen würden die österliche Botschaft vom Leben, das stärker sei als der Tod, aber dennoch "auf vielerlei Weise unter die Leute bringen", erklärte die leitende Theologin von knapp 2,2 Millionen evangelischen Christen. "Gerade jetzt - und jetzt erst recht." An Ostern feiern Christen auf der ganzen Welt die Auferstehung von Jesus Christus.

Die Kirchen bieten nach Kurschus' Worten Gottesdienste in Radio, Fernsehen und Internet an, die Osterbotschaften würden zudem auch über E-Mail, Post, Zeitungen und Musik verbreitet. Kurschus selbst predigt am Ostersonntag im ZDF-Gottesdienst aus der evangelischen Saalkirche im rheinland-pfälzischen Ingelheim.

In den ungewissen Zeiten der Corona-Pandemie kann die biblische Osterbotschaft nach Ansicht der westfälischen Präses wirklich trösten. Sie zaubere nicht alle Furcht, das Sterben und das Grauen weg, sondern sie breite sich im Gegenteil durch all dies hindurch aus, sagte sie. "Gottes Ziel mit uns ist das Leben", betonte die leitende Theologin der viertgrößten deutschen Landeskirche. "Und die Zukunft wird nicht dem Corona-Virus gehören, sondern sie steht in Gottes Hand."

Ostern lasse eine Wirklichkeit in dieser Welt aufscheinen, für die sich jeder noch so kleine Einsatz lohne, erklärte die 57-jährige Theologin. Ostern erlaube nicht, sich mit der bestehenden Realität abzufinden. Gott habe mit den Menschen mehr als das vor: "Das gibt meinem Leben jeden Tag aufs Neue Sinn und Ziel."