Kinderpsychiater warnt vor Isolation gefährdeter Kinder

Kinderpsychiater warnt vor Isolation gefährdeter Kinder

Der Ulmer Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert warnt vor negativen sozialen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. "Wir müssen aufpassen, dass auf die Covid-19-Pandemie keine soziale Pandemie folgt", sagte er in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Beitrag der Wochenzeitung "Die Zeit". Kontaktsperren und soziale Isolation seien fatal für gefährdete Kinder und Jugendliche in belasteten Familien.

Alle größeren wirtschaftlichen Rezessionen der letzten Jahrzehnte hatten "einen deutlichen Anstieg von körperlicher, emotionaler und sexualisierter Gewalt gegen Kinder zur Folge", sagte Fegert. Er ist Mitunterzeichner eines Brandbriefs von 100 Wissenschaftlern aus den Sozial- und Erziehungswissenschaften, die zu mehr Kinderschutz in der Corona-Krise aufrufen.

Die Wissenschaftler fordern, sämtliche Berufe der Kinder- und Jugendhilfe als systemrelevant einzustufen, damit Familienhilfen weiter aufrechterhalten werden können. Außerdem sollten schutzbedürftige Kinder flächendeckend mit in die Notbetreuungen von Kitas und Schulen aufgenommen werden.

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