Verfahren für höhere Corona-Testkapazität entwickelt

Verfahren für höhere Corona-Testkapazität entwickelt

Forscher in Frankfurt am Main haben nach Angaben der hessischen Landesregierung ein Verfahren herausgefunden, das die Testkapazität zum Nachweis des Coronavirus vervielfacht. Ein Team des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum habe eine Methode entwickelt, um mehrere Abstrichproben auf einmal zu testen, teilte die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden mit. Damit lasse sich die Zahl von derzeit rund 40.000 Tests pro Tag in Deutschland auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen steigern - "ohne Qualitätsverlust in der Diagnostik".

"Eines der wichtigen Ziele in der Corona-Pandemie ist, die Testkapazitäten zu erhöhen. Nur so können wir infizierte Menschen frühzeitig erkennen und isolieren, zum Schutz anderer", sagte die Ministerin. "Die Methode der Frankfurter Forscherinnen und Forscher ist eine großartige Entdeckung, die optimistisch stimmt, in Zukunft viel mehr Menschen testen zu lassen - gerade diejenigen, die im Gesundheitswesen arbeiten, bei den Rettungsdiensten oder in der Nahrungsmittelindustrie."

Normalerweise werden den Angaben zufolge die bei den Tests genommenen Schleimhautproben aus Rachen oder Nase einzeln auf das Coronavirus getestet. Bei dem neuen Verfahren führen die Forscherinnen und Forscher mehrere Proben in einer speziellen Lösung zusammen und testen sie mit Hilfe des sogenannten PCR-Verfahrens, das das Genom von SARS-CoV-2 direkt nachweist, wie es hieß. Sei das Gesamtergebnis negativ, könne man sicher davon ausgehen, dass auch alle Einzelproben frei vom Erreger seien. Das Pool-Testen habe keinen Einfluss auf die Nachweisgrenze. Bei einem positiven Gesamtergebnis müssten die Abstriche noch einmal einzeln geprüft werden.

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