Umfrage: Nur wenige Kommunen mit funktionierendem Notfallplan

Umfrage: Nur wenige Kommunen mit funktionierendem Notfallplan

Vor der Corona-Krise hatte laut einer Forsa-Umfrage nur jede fünfte Kommune Notfallpläne in der Schublade. In kleinen Kommunen mit weniger als 5.000 Einwohnern habe es nur bei zwölf Prozent solche Pläne gegeben, heißt es in der Umfrage im Auftrag der Zeitschrift "Kommunal" unter rund 2.300 Bürgermeistern in Deutschland. Vor allem größere Städte hätten zudem die Erfahrung gemacht, dass die Pläne in der Praxis unbrauchbar gewesen seien. Demnach erklärten nur knapp ein Viertel der Bürgermeister mit Notfallplänen, dass diese weitgehend anwendbar gewesen seien.

Befragt wurden 2.309 Bürgermeister im Zeitraum vom 20. bis zum 26. März. Als aktuell größte Herausforderung haben sie genannt, den Verwaltungsbetrieb aufrechtzuerhalten. 40 Prozent der Kommunen haben nach eigenen Angaben für den Publikumsverkehr gar nicht mehr geöffnet, 58 Prozent bieten einen eingeschränkten Service an. Von einer Überforderung berichteten in der Umfrage zwar nur zwei Prozent der Bürgermeister. Dennoch wünschen sich zwei Drittel klare Anweisungen und Vorlagen zur Umsetzung der Bestimmungen von Bund und Ländern.

Etwa ein Drittel der Befragten gab an, dass sie von massiven Steuereinbußen ausgehen. Jeder Fünfte erwartet ein deutliches Ladensterben. Mehr als die Hälfte der Kommunen forderte mehr finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern.

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