Bischof Bätzing bestürzt über Tod von Minister Schäfer

Bischof Bätzing bestürzt über Tod von Minister Schäfer

Der neue Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat sich traurig und fassungslos über den Tod des hessischen Finanzministers Thomas Schäfer (CDU) gezeigt. "Der Tod von Thomas Schäfer kommt überraschend und unvorhersehbar. Er trifft uns alle", sagte der Limburger Bischof am Sonntag. Schäfer habe mit Tatkraft und Charisma wichtige Projekte initiiert und stets mit hohem persönlichen Einsatz die Umsetzung vorangetrieben.

"Als Bischof habe ich ihn in unseren Gesprächen mit der hessischen Landesregierung und in persönlichen Begegnungen sehr schätzen gelernt", sagte Bätzing. Für ihn sei Schäfer immer ein besonnener, kompetenter, humorvoller und verlässlicher Gesprächspartner gewesen. Das Land Hessen und seine Bürgerinnen und Bürger hätten von seiner Erfahrung, seiner hohen Kompetenz und seiner Weitsicht profitiert. Schäfer habe das Wohl der Menschen in Hessen im Blick gehabt und sei den Kirchen im Land sehr zugewandt gewesen. Seine Gebete und sein Mitgefühl seien nun bei Schäfers Familie, sagte Bätzing.

Schäfer beging nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstagvormittag offenbar Suizid. Die Leiche des 54-jährigen Politikers war an den Gleisen der ICE-Strecke in der Nähe von Hochheim im Main-Taunus-Kreis gefunden worden. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) reagierte auf Schäfers Tod "mit tiefer Trauer und großer Fassungslosigkeit".

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