Corona-Pandemie: Entwicklungsministerium arbeitet an Hilfsprogramm

Corona-Pandemie: Entwicklungsministerium arbeitet an Hilfsprogramm

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat ein Programm zum Schutz von Flüchtlingsregionen vor der Corona-Pandemie angekündigt. "Es darf in der Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen", sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Seinen Worten zufolge ist ein umfassendes Programm für notwendige Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in Arbeit, das auch die wirtschaftlichen Folgen in Entwicklungsländern berücksichtigen soll. Das Entwicklungsministerium werde dazu seinen Etat deutlich umschichten, sagte Müller. Ein Sonderstab bündele und koordiniere die Sofortmaßnahmen.

"Die Corona-Krise trifft jetzt mit aller Härte die ärmsten Menschen in den Flüchtlings- und Krisenregionen", betonte der Minister. Als Beispiel nannte er Syrien und dessen Nachbarländer. In der Krisenregion seien sieben Millionen Flüchtlinge ohne Schutz. Nach der gezielten Bombardierung von Krankenhäusern sei das Gesundheitssystem in dem Bürgerkriegsland kaum handlungsfähig. Hunderttausende strömten in Richtung Türkei.

"Und dem Libanon, wo etwa jeder fünfte Einwohner ein syrischer Flüchtling ist, droht der Staatsbankrott", sagte Müller. Ohne Zugang zu Wasser und medizinischer Versorgung werde das Coronavirus dort katastrophale Konsequenzen haben. Die Unterstützung der Flüchtlinge und Aufnahmestaaten in der Region müsse ausgebaut werden.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Syrien ist nach Angaben des Ministeriums bereits auf den Gesundheitsschutz ausgerichtet. So würden in Syrien etwa die Gehälter für das Gesundheitspersonal finanziert, was die medizinische Betreuung von mehr als 350.000 Personen sichere, hieß es. Für 700.000 Menschen sei Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht worden, für 645.000 Menschen zur Abwasserversorgung.

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