Kundgebungen in Berlin trotz Ausgangsbeschränkungen

Kundgebungen in Berlin trotz Ausgangsbeschränkungen

Trotz Ausgangsbeschränkungen haben am Samstag in Berlin zwei Kundgebungen stattgefunden. Am Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg demonstrierten laut Beobachtern etwa 100 Menschen gegen "Mietenwahnsinn", die unhaltbaren Zustände in den griechischen Flüchtlingslagern und die schlechte Bezahlung von medizinischem- und Pflegepersonal. "Klatschen macht nicht satt", hieß es mit Verweis auf den bundesweiten abendlichen Beifall von Balkonen und aus offenen Fenstern für den Einsatz des medizinischen Personals in der Corona-Krise. Um nicht verbotenerweise zusammenzustehen, bewegten sich die Demonstranten auf und ab.

Auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Berliner Volksbühne beteiligten sich am Samstagnachmittag weitere etwa 80 Menschen jeweils im Zwei-Meter-Sicherheitsabstand an einer "Hygienedemo für Verfassung, Grundrechte & transparente Gestaltung der neuen Wirtschaftsregeln durch die Menschen selbst", wie es hieß. Jeweils mit dem Grundgesetz unter dem Arm forderten die Demonstranten im Kreis laufend unter anderem die "Beendigung des Notstands-Regimes", "demokratische Regeln für unser künftiges Wirtschaftssystem" und die "Verhinderung obrigkeitsstaatlicher Schikanen".

Eine Polizeisprecherin sprach in beiden Fällen von versuchten "Spotandemos", die durch Polizeikräfte vor Ort unterbunden worden sein. In mehreren Fällen seien Personalien der Teilnehmer aufgenommen und Strafanzeigen erstattet worden.

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