Evangelische Unternehmer: "Prognosen sind Kaffeesatzleserei"

Evangelische Unternehmer: "Prognosen sind Kaffeesatzleserei"

Jede Prognose über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft ist nach Ansicht des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmen in Deutschland "Kaffeesatzleserei". Es sei ja nicht so, dass die Wirtschaft vollständig zum Stillstand komme, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Vereins, Friedhelm Wachs, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag.

Durch die Krise werde ein erheblicher Anpassungsprozess an die digitale Welt erfolgen. "Welchen wirtschaftlichen Nutzen das bringt, kann derzeit niemand vorhersagen. Aber es wird die Art und Weise grundlegend verändern, in der wir arbeiten", sagte Wachs. "Homeoffice ist keine Katastrophe."

Die deutsche Wirtschaft werde die Einschränkungen durch den Coronavirus so lange durchhalten, wie es nötig sei. Man werde aber ein vermehrtes Unternehmenssterben erleben. "Das hat bereits begonnen", sagte Wachs.

Zu den jetzt vermehrt geforderten Ausstiegsperspektiven sagte Wachs: "Wer heute populistisch Exitstrategien und das Ende der Maßnahmen nach Ostern fordert, ist genauso verantwortungslos wie derjenige, der die Chance des Moments nutzen will, um einen autoritäreren Staat zu installieren." Beidem sei entschieden entgegenzutreten.

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