Von der Leyen: Neue Corona-Schutzausrüstung "in den nächsten Wochen"

Von der Leyen: Neue Corona-Schutzausrüstung "in den nächsten Wochen"

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat angekündigt, dass von der EU mit auf den Weg gebrachte Bestellungen an medizinischer Ausrüstung gegen das Coronavirus "in den nächsten Wochen" beginnen dürften. Man wisse seit Dienstag, dass die bestellten Masken, Handschuhe, Schutzbrillen und Gesichtsschilde geliefert werden könnten, erklärte von der Leyen am Donnerstag im Europaparlament in Brüssel, dies seien "gute Nachrichten".

Die EU-Kommission hatte Bestellungen der Mitgliedstaaten gebündelt, um mehr Marktmacht zu erzielen. Bestellt wurden außer Schutzkleidung auch Laborausrüstung, Tests auf das Virus und Beatmungsgeräte. Mit einem Teil der Ausrüstung, den die Kommission zu 90 Prozent finanziert, will sie eine strategische Reserve anlegen. Über den Einsatz dieses Teils am jeweils dringendsten Ort würde sie dann entscheiden.

Von der Leyen geißelte in ihrer Rede, die wegen der Ansteckungsgefahr vor weitgehend leeren Rängen stattfand, das Verhalten der Mitgliedstaaten zu Beginn der Corona-Krise in Europa. "Zu viele sahen anfangs nur auf sich selbst", sagte die Kommissionschefin vor dem Hintergrund unkoordinierter nationaler Maßnahmen, gestoppter Lieferungen von Gütern in andere Länder und Beschränkungen an den Grenzen. Dann habe sich die Lage aber verbessert, die Länder hätten angefangen, sich gegenseitig bei der Selbsthilfe zu unterstützen.

Von der Leyen zufolge befindet sich die EU in einer historischen Situation. "Wir stehen an einer Weggabel. Wird uns dieses Virus endgültig in Arm und Reich spalten" oder "werden wir ein starker Kontinent bleiben, ein ernstzunehmender Akteur auf dieser Welt?"

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