Forscher: Umweltthema wird nach Corona-Krise stärker zurückkommen

Forscher: Umweltthema wird nach Corona-Krise stärker zurückkommen

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Horst Opaschowski wird die "Fridays-for-Future"-Bewegung nach dem Ende der Corona-Krise noch mächtiger für den Kampf gegen den Klimawandel auftreten. "Ich glaube, dass nun viele im Zuge der Corona-Krise merken, wozu wir fähig sind, wenn wir als Gemeinschaft mit Herz handeln", sagte der 79-Jährige dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Donnerstag).

"Die Pandemie werden wir auch emotional bekämpfen", betonte Opaschowski. "Fridays for Future" begegne einer Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel ebenso emotional und sei damit sehr erfolgreich. "Wenn die Corona-Krise bewältigt ist, wird die Schülergeneration das Umweltthema umso stärker vorantreiben", sagte er. "Diese Generation wächst nun unter veränderten Bedingungen auf. Sie weiß: Überall hinzufliegen ist nicht selbstverständlich. Sie weiß auch: Nicht alles ist käuflich." So entstehe ein sehr tiefgreifender Wertewandel gegenüber den vorhergehenden Generationen.

Der Forscher bezeichnete die heutige Schüler- und Studentengeneration als "Generation Krise": "Krise wird zur Alltagserfahrung. Und wenn Sie Jugendliche heute fragen, sagen die: Wir kennen gar nichts anderes mehr als Krise."

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