UN-Beauftragter kritisiert Gewalt an Grenze Griechenlands zur Türkei

UN-Beauftragter kritisiert Gewalt an Grenze Griechenlands zur Türkei

Ein UN-Sonderberichterstatter hat die Gewalt griechischer Behörden gegen Migranten und Asylsuchende an der Grenze zur Türkei scharf kritisiert. Griechenland müsse die Übergriffe gegen Migranten und Asylsuchende einstellen und die Menschen stattdessen schützen, erklärte der UN-Sonderberichterstatter Felipe González Morales am Montag in Genf.

Das Vorgehen der Behörden habe zu körperlichen Verletzungen und Todesfällen geführt, unter den Verstorbenen sei ein Asylsuchender aus Syrien gewesen, betonte der UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte von Migranten. Die Griechen fingen die Migranten und Asylsuchenden ab, setzten sie fest, entwendeten ihre Habseligkeiten und drängten sie zurück in die Türkei. Damit verstoße das EU-Mitgliedsland gegen das Verbot der Massenausweisung.

Griechenland müsse umgehend individuelle Asylverfahren wieder einführen. Anfang März hatte Griechenland das Asylrecht für Menschen ausgesetzt, die auf nicht legalem Weg die Grenze überqueren. Griechenland reagierte damit auf die Politik der Türkei. Die Türken hatten die Grenzen für offen erklärt. Tausende Flüchtlinge machten sich zur türkisch-griechischen Grenze auf, um nach Europa zu gelangen.

Der Sonderberichterstatter für die Menschenrechte von Migranten wird vom UN-Menschenrechtsrat ernannt. Felipe González Morales ist ein chilenischer Jurist.

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