Jewrovision-Contest wegen Coronavirus abgesagt

Jewrovision-Contest wegen Coronavirus abgesagt

Der am Wochenende geplante bundesweite Jewrovision-Contest in Berlin wird wegen des Coronavirus abgesagt. Angesichts des Gesundheitsrisikos durch das Virus lasse sich die Großveranstaltung nicht verantworten, teilte der Zentralrat der Juden am Mittwoch in Berlin mit. Die Absage werde sehr bedauert. Die Gesundheit aller Beteiligten müsse aber oberste Priorität haben. "Wir werden uns bemühen, dass die Jewrovision 2020 im Herbst stattfinden kann", hieß es.

Zu dem größten europäischen Tanz- und Gesangswettbewerb für jüdische Teenager nach dem Vorbild des Eurovision Song Contest wurden am Samstag laut Zentralrat 1.300 Jugendliche aus ganz Deutschland erwartet. Die Show unter dem Motto "Be yourself" sollte im Berliner Estrel Hotel stattfinden. Mitglieder der Jury sollten unter anderen die Popsängerin Jeanette Biedermann und Schauspielerin Rebecca Siemoneit-Barum ("Lindenstraße") sein.

Die Jewrovision wurde 2002 auf einer jüdischen Jugendfreizeit im hessischen Bad Sobernheim ins Leben gerufen. Seit 2013 richtet der Zentralrat der Juden den Wettbewerb aus. Er findet in der Regel in der Stadt des Vorjahressiegers statt. Im vergangenen Jahr holte das Jugendzentrum Olam der Jüdischen Gemeinde Berlin in Frankfurt am Main den Siegerpokal.

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