Nürnberger Initiative für fair gehandeltes Spielzeug

Nürnberger Initiative für fair gehandeltes Spielzeug

Die Stadt Nürnberg startet eine Initiative für fair gehandeltes Spielzeug. Sollten genügend Hersteller und Händler eine Beteiligung ankündigen, könnte die "Fair Toys Organisation" bis Jahresmitte gegründet werden, sagte Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero (CIR) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Am Dienstag möchten die Initiatoren bei einer Veranstaltung über die geplante Gründung Interessenten gewinnen. Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie hat seine Teilnahme bereits zugesagt, was Pflaum für das Unterfangen optimistisch stimmt.

Die "Fair Toys Organisation" soll die Produktionsbedingungen von Spielzeug in asiatischen Ländern transparent machen und für eine sozial- und umweltverträgliche Fertigung von Puppen, Spielfiguren oder Kunststoffbausteine sorgen. Arbeitsrechtsverletzungen und menschenunwürdige Produktionsbedingungen seien in Fernost weit verbreitet, beklagte Pflaum, der das Thema seit 2001 vorantreibt. An der Initiative, die vom bayerischen Wirtschaftsministerium unterstützt wird, sind neben der Stadt Nürnberg und CIR auch mehrere nichtstaatliche Organisationen wie das Nürnberg Bündnis Fair Toys und kirchliche Einrichtungen beteiligt.

Zwar gibt es mit dem "Ethical Toy Program" des Weltspielwarenverbandes bereits ein Siegel, das bessere Produktionsbedingungen vorantreiben soll. Pflaum zufolge funktioniert es jedoch nicht. In einigen zertifizierten Fabriken seien die Zustände "trotzdem äußerst mangelhaft". Deshalb will die neue Initiative Produzenten, Händler und die Zivilgesellschaft beteiligen. Nürnberg ist Veranstaltungsort der weltgrößten Spielwarenmesse.

epd lbm/nam fu

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