Berliner Gedächtniskirche vorerst ohne Gerüst

Berliner Gedächtniskirche vorerst ohne Gerüst

Erstmals seit vielen Jahren wird die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in den kommenden Monaten ohne Gerüst zu sehen sein. Derzeit werde das Gerüst am Glockenturm der Kirche abgebaut, um Platz für die Sanierung der Podiumsfläche zu schaffen, sagte Gemeindepfarrer Martin Germer am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Voraussichtlich im Herbst soll dann die seit fünf Jahren überfällige Sanierung des Glockenturms beginnen, der dann dafür wieder eingerüstet wird.

Für die Arbeiten an dem Bauwerk mit seinen filigranen Betonwaben rechnet die Gemeinde laut Germer mit Kosten von vier bis fünf Millionen Euro. Drei Millionen Euro bringt die Gemeinde aus kirchlichen Mitteln und Mitteln der Wüstenrot-Stiftung auf. Für den Rest hofft der Pfarrer auf Zuschüsse von Bund und Land.

Die markante Betonkonstruktion mit den blauen Glasbausteinen des vor über 60 Jahren eingeweihten Ensembles mit dem achteckigen Kirchengebäude und dem sechseckigen neuen Glockenturm muss laut Germer alle 15 Jahre runderneuert werden. Der zuletzt 1999/2000 sanierte Turm weise bereits seit 2015 Risse und Abplatzungen auf und musste deshalb zum Schutz der Passanten eingerüstet werden.

Nach der Erneuerung des Turms ist dann das Kirchengebäude wieder dran. Dessen Fassade sei zuletzt 2006 saniert worden, sagte Germer. Zwischen 2010 und 2015 wurden bereits die Fassade des Alten Turms und von 2015 bis 2017 die Kapelle saniert.

Der Gemeindepfarrer hofft auf eine finanzielle Paketlösung unter Beteiligung von Bund und Land. Rund 36 Millionen Euro werden für alle Sanierungsvorhaben veranschlagt.

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