"Blumen für Stukenbrock": Rechtsextremismus bedroht Demokratie

"Blumen für Stukenbrock": Rechtsextremismus bedroht Demokratie

Der friedenspolitische Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock" warnt vor einer Bedrohung der Demokratie durch zunehmenden Rechtsextremismus. Der Mordanschlag in Hanau zeige, dass die Gefahren für die Demokratie durch Neonazismus, Rassismus, Antisemitismus nicht vorbei seien, erklärte der Vorsitzende Hubert Kniesburges am Dienstag in Gütersloh anlässlich der 75. Jahrestages der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers in Stukenbrock.

Die Initiative kritisierte auch die gegenwärtige deutsche Beteiligung an einem Nato-Großmanöver an der Westgrenze Russlands. Wieder werde der "Feind" im Osten ausgemacht. Kriege würden immer mit Lügen, Hetze und Verachtung anderer Menschen beginnen, mahnte der Arbeitskreis. Der Tag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers in Stukenbrock am 2. April sowie der Tag der Befreiung von Krieg und Faschismus am 8. Mai sollten Anlass für erhöhte Wachsamkeit sein. Auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof liegen nach Angaben der Initiative mehr als 65.000 sowjetische Opfer. Das Kriegsgefangenenlager Stalag 326 wurde am 2. April 1945 durch die US-Armee befreit. Der vor mehr als 50 Jahren gegründete Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock" pflegt das Andenken an die auf dem Soldatenfriedhof begrabenen Opfer der NS-Diktatur.