Kirchliches Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 4" hat Kiel verlassen

Kirchliches Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 4" hat Kiel verlassen

Das von der evangelischen Kirche mitfinanzierte Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 4" hat am Montagmorgen seinen bisherigen Liegeplatz in Kiel verlassen. Das Schiff soll in knapp zwei Wochen die spanische Hafenstadt Burriana erreichen, wie die Organisation Sea-Watch am Montag auf epd-Anfrage mitteilte. Das ältere Flüchtlingsschiff "Sea-Watch 3" rettete in der Nacht zu Montag vor der libyschen Küste insgesamt 73 afrikanische Flüchtlinge, die mit zwei Booten in Seenot geraten waren.

Das ehemalige Forschungsschiff "Poseidon" war am Donnerstag von Schleswig-Holsteins Landtagsvizepräsidentin Aminata Touré (Grüne) auf den Namen "Sea-Watch 4" getauft und vom Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, gesegnet worden. Finanziert wurde es vom Bündnis "United4Rescue", das maßgeblich von der EKD initiiert wurde. Betrieben wird das Schiff von der Hilfsorganisation Sea-Watch.

Die "Poseidon" war zuletzt vom Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung genutzt worden. Für 1,5 Millionen Euro hatte "United4Rescue" das Schiff ersteigert. Etwa 500.000 Euro kosten die Umbauten und der Transport ins Mittelmeer.

Das Schiff kann nach Angaben des Trägervereins etwa 300 Flüchtlinge im Normalfall unterbringen. Bei akuten Notfällen können es für kurze Zeit bis zu 900 sein. 26 feste und ehrenamtliche Mitarbeiter aus mehreren europäischen Ländern sind auf den jeweils vierwöchigen Einsätzen dabei. Am Kieler Ostufer wurden in den vergangenen Tagen erste Umbaumaßnahmen begonnen. In Burriana soll der Umbau beendet werden.

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