Karnevalszug in Belgien löst wegen Juden-Darstellung Kritik aus

Karnevalszug in Belgien löst wegen Juden-Darstellung Kritik aus

Ein Karnevalszug im belgischen Aalst hat mit der Darstellung von Juden scharfe Kritik hervorgerufen. Die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) erklärte am Sonntagabend, der Umzug sei "äußerst beleidigend" gewesen. "Noch schlimmer ist, dass diese Art von Antisemitismus an einige der dunklen Momente der europäischen Vergangenheit erinnert", urteilte CER-Präsident Pinchas Goldschmidt. Zuvor hatte das Transatlantic Institute des American Jewish Council in Brüssel die Darstellungen verurteilt. Laut Belgischem Rundfunk übte auch Belgiens geschäftsführende Ministerpräsidentin Sophie Wilmès Kritik.

Nach Angaben und Aufnahmen belgischer Medien waren am Sonntag beim Umzug in dem flämischen Ort Puppen, die Juden darstellen sollten, gezeigt worden. Auf einem Pressefoto sieht man zum Beispiel eine Puppe mit Hut, Bart, Schläfenlocken und großer Nase, wie es in antisemitischen Darstellungen gängig ist. Sie sitzt, wie andere Puppen auch, die andere Gruppen darstellen sollen, in einer Art Schießbude. Ähnliche Darstellungen hatten schon 2019 viel Kritik hervorgerufen.

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