Schleswig-Holstein droht mit Ausstieg aus dem Strommarkt

Schleswig-Holstein droht mit Ausstieg aus dem Strommarkt

Weil Leitungstrassen für den Windstrom Richtung Süden fehlen, droht Schleswig-Holstein das Ende des einheitlichen Strommarktes an. Sollte die Verteilung des Ökostroms weiter an fehlenden Leitungskapazitäten scheitern, könnte Schleswig-Holstein seinen Strom auch in Norddeutschland nutzen oder nach Dänemark verkaufen, sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) den "Kieler Nachrichten" (Samstag). Der im Norden angebotene Strom "könne dann deutlich günstiger sein als im Süden".

Weil in den südlichen Bundesländern der Bau neuer Stromleitungen stockt, müssen in Schleswig-Holstein immer wieder Windkraftanlagen abgeschaltet werden. Die Kosten für den sogenannten Geisterstrom summierten sich nach Angaben der "Kieler Nachrichten" zwischen 2015 bis 2019 auf 1,3 Milliarden Euro.

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