Hanauer Oberbürgermeister: Ermordete waren keine Fremden

Hanauer Oberbürgermeister: Ermordete waren keine Fremden

Aus Sicht des Hanauer Oberbürgermeisters Claus Kaminsky (SPD) sollten die rassistisch motivierten Morde von Hanau nicht als fremdenfeindlich bezeichnet werden. "Diejenigen, die hier in Hanau ermordet wurden, waren keine Fremden", sagte Kaminsky am Freitag in Hanau. In der Stadt hätten viele Mitbürgerinnen und Mitbürger einen sogenannten Migrationshintergrund. "Das sind alle keine Fremden", betonte er in seiner emotionalen Erklärung: "Mitbürgerinnen und Mitbürger sind zu Tode gekommen."

"Neben dem psychopatischen Anteil ist Rassismus und Hass die Spur der Erklärung", sagte Kaminsky, der sich beeindruckt von der weltweiten Anteilnahme an der Trauer um die Toten äußerte: "Dafür sind wir unendlich dankbar."

Im hessischen Hanau hatte ein Mann am Mittwochabend neun Menschen erschossen. Alle hatten einen Migrationshintergrund. Die Polizei fand den mutmaßlichen Täter und dessen Mutter später tot in deren Wohnung. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach von einem "rassistisch motivierten Terroranschlag".

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