Finanzskandal im Vatikan: Büros von Ex-Verwaltungschef durchsucht

Finanzskandal im Vatikan: Büros von Ex-Verwaltungschef durchsucht

Im Rahmen von Ermittlungen um mutmaßlich dubiose Finanztransaktionen hat die vatikanische Justiz Büro- und Privaträume eines ehemaligen Verwaltungschefs des Staatssekretariats durchsucht. Bei der von der vatikanischen Staatsanwaltschaft angeordneten Aktion seien bei Andrea Perlasca Dokumente und Computer beschlagnahmt worden, teilte der Vatikan am Dienstag mit. Papst Franziskus hatte den Geistlichen im vergangenen Sommer an die Apostolische Signatur, das höchste Gericht der vatikanischen Kurie, versetzt.

Die Durchsuchungen wurden den Angaben zufolge aufgrund der Aussagen bereits vom Dienst suspendierter Mitarbeiter veranlasst. Die vatikanischen Ermittler arbeiten demnach mit ausländischen Justizbehörden zusammen. Hintergrund sind Ermittlungen um Investitionen in Luxusimmobilien in London und die Verwendung des Peterspfennigs, für den Gläubige in aller Welt zugunsten karitativer Initiativen des Papstes spenden. Daraufhin wurden im vergangenen Oktober fünf Mitarbeiter des Staatssekretariats und der Finanzaufsicht (AIF) suspendiert, darunter deren Leiter Tommaso Di Ruzza.

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