Lambrecht pocht auf härtere Strafen für Hass im Netz

Lambrecht pocht auf härtere Strafen für Hass im Netz

Nach dem Schlag gegen mutmaßliche Rechtsterroristen mit zwölf Festnahmen hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) die Pläne der Bundesregierung bekräftigt, die Gesetze im Kampf gegen Hass im Internet zu verschärfen. "Der Fall zeigt erneut, wie Extremisten sich zusammenschließen, um Menschen in unserem Land und unsere Demokratie zu attackieren", sagte Lambrecht der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstag). "Menschenverachtende Volksverhetzungen und Bedrohungen im Netz lassen Hemmschwellen sinken", betonte die Ministerin.

Am Mittwoch will die Justizministerin gemeinsam mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) das umstrittene Gesetzespaket gegen Rechtsextremismus und Hass im Netz ins Kabinett einbringen. "Wer im Netz hetzt und droht, wird künftig härter und effektiver verfolgt", unterstrich Lambrecht. Dazu diene insbesondere die Meldepflicht von Bedrohungen, Volksverhetzungen und anderen schweren Fällen von Hasskriminalität an das Bundeskriminalamt.

"Das BKA leitet die Hinweise an die zuständigen Staatsanwaltschaften weiter. So landen Hass-Straftaten endlich da, wo sie hingehören: vor Gericht", sagte Lambrecht. Datenschützer und Netzpolitiker hatten teils scharfe Kritik an der Gesetzesreform geäußert.

epd jup

Meldungen