Breiter Protest gegen Höcke und "Pegida" in Dresden

Breiter Protest gegen Höcke und "Pegida" in Dresden

Mit Veranstaltungen in zwei Dresdner Kirchen hat am Montagabend der breit angelegte Protest gegen einen Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke bei der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung begonnen. Zu einem Friedensgebet in der Frauenkirche waren zwischen 600 und 700 Menschen gekommen, wie Claudia Hofmann von der Stiftung Frauenkirche dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte.

Unter den Gästen war auch der Schauspieler Ahmad Mesgarha vom Staatsschauspiel Dresden. Gestaltet wurde das Friedensgebet durch die beiden Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt und Angelika Behnke. Zuvor war bereits in der Dresdner Kreuzkirche ein Friedensgebet gehalten worden.

Im Anschluss war eine Vereinigung der Kirchenbesucher mit einer Demonstration unter dem Motto "Demokratie braucht Rückgrat" auf dem Neumarkt geplant. Dazu aufgerufen hatten die Kreisverbände von CDU und FDP sowie die Sächsische Bibliotheksgesellschaft. Auch der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden, die katholische Kirche in Sachsen und die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens zählten zu den Unterstützern. Die Veranstalter erwarteten rund 1.000 Teilnehmer.

Den Protestaufruf hatten ab dem Wochenende zahlreiche Politiker unterzeichnet. Zu den Unterstützern zählen unter anderem der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, die Landesminister Barbara Klepsch, Sebastian Gemkow und Christian Piwarz (alle CDU) sowie der Bundestagsabgeordnete und sächsische FDP-Chef Frank Müller-Rosentritt.

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