Erstes Treffen der Außenminister von China und Vatikan seit 70 Jahren

Erstes Treffen der Außenminister von China und Vatikan seit 70 Jahren

Erstmals seit dem Abbruch diplomatischer Beziehungen vor rund 70 Jahren sind die Außenminister Chinas und des Heiligen Stuhls zusammengetroffen. Laut Vatikanangaben vom Freitagabend fand die Begegnung zwischen Erzbischof Paul Richard Gallagher und seinem chinesischen Amtskollegen Wang Yi am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz in München statt.

Bei der Begegnung hätten beide Seiten die Bedeutung des 2018 unterzeichneten provisorischen Abkommens über die Ernennung katholischer Bischöfe in China betont. Darüber hinaus hätten sie den Willen bekräftigt, den "institutionellen Dialog auf bilateraler Ebene" fortzusetzen, hieß es in der Mitteilung des Vatikans unter Anspielung auf das Bestreben des Heiligen Stuhls, die Beziehungen auszubauen. Der Vatikan erkennt bislang die Eigenständigkeit Taiwans an, das die Volksrepublik als Teilregion betrachtet.

Das vor zwei Jahren unterzeichnete provisorische Abkommen galt als wichtiger Schritt auf dem Weg der Annäherung zwischen China und dem Vatikan, die bereits der 2005 gestorbene Papst Johannes Paul II. anstrebte. Im provisorischen Abkommen erkennt der Vatikan die staatlich kontrollierte katholische Kirche an. Gleichzeitig hob Papst Franziskus damit die Exkommunikation von deren ohne seine Zustimmung ernannten Bischöfen auf. Ziel des Abkommens war es aus vatikanischer Sicht, die Untergrund- und die staatlich kontrollierte katholische Kirche zu vereinen.

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