Nabu legt Widerspruch gegen Offshore-Windpark ein

Nabu legt Widerspruch gegen Offshore-Windpark ein

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat Widerspruch gegen den Windpark Gennake in der Ostsee vor der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern eingelegt. Die Naturschützer befürchteten massive Umweltschäden durch die rund 103 Windenergieanlagen, teilte der Nabu am Freitag in Berlin mit. Das gelte insbesondere für Millionen Zug- und Rastvögel wie etwa Kraniche, Trauer- und Eisenten sowie Singvögel.

Gennaker offenbare das Totalversagen der Windkraft-Landesplanung, sagte Nabu-Präsident Jörg-Andreas Krüger. Trotz massiver Naturschutzbedenken und fehlender Netzanbindung sei der Windpark im Mai 2019 durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern genehmigt worden. Dabei würde der Windpark eine der wichtigsten Vogelzuglinien in der südlichen Ostsee abschneiden.

Der Nabu habe bereits 2015 das vom Land Mecklenburg-Vorpommern festgelegte Vorranggebiet Windenergie als nicht geeignet abgelehnt, hieß es. Die Fläche liege in unmittelbarer Nähe mehrerer Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebiete, darunter der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Dort lebten seltene Schweinswale. Laut Bundesamt für Naturschutz sei es zudem eines der wichtigsten Konzentrationspunkte für den Vogelzug in der gesamten Ostsee.