Gedenken an die Shoah im NRW-Landtag: Appell gegen Antisemitismus

Gedenken an die Shoah im NRW-Landtag: Appell gegen Antisemitismus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zum Kampf gegen Antisemitismus in der Gesellschaft aufgerufen. "Auch 75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz ist Antisemitismus leider noch immer Realität in Deutschland", sagte der CDU-Politiker am Sonntag in einer Gedenkstunde im Düsseldorfer Landtag. Der Hass auf Juden sei nie weg gewesen, wie der Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale zeige, sagte Laschet vor rund 400 Besuchern.

Die Gesellschaft dürfe nicht zulassen, dass Minderheiten diskriminiert, benachteiligt und verfolgt werden. Der Staat setze sich deshalb auch für den Schutz der jüdischen Einrichtungen ein. Zudem fühle sich die Politik und die Gesellschaft der Erinnerung an den Nationalsozialismus und dem "Kampf gegen Antisemitismus" verpflichtet. In diesem Zusammenhang begrüßte der Ministerpräsident, dass sich die Religionsgemeinschaften und Wirtschaftsvertreter in NRW in einer gemeinsamen Erklärung gegen jede Form von Diskriminierung und für den Schutz von Minderheiten einsetzen.

Der Vorstand der Synagogengemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, sagte: "Es ist für jeden Juden eine große Herausforderung, sich mit den Lücken auseinanderzusetzen, die durch die Shoa in der eigenen Familie entstanden sind." Die Erinnerung an Auschwitz sei darüber hinaus ein "aktiver Einsatz für unsere Demokratie".

Zudem gehe es darum, die junge Generation in Deutschland in die Erinnerungskultur einzubinden. "Wenn wir junge Menschen nicht erreichen, dann sind sie für unsere Demokratie verloren", betonte Lehrer. In Deutschland habe ein Viertel der Bevölkerung "mehr oder minder antisemitische Einstellungen".

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