EKD-Ratsvorsitzender würdigt Gaucks Beitrag zur Erinnerungskultur

EKD-Ratsvorsitzender würdigt Gaucks Beitrag zur Erinnerungskultur

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat Altbundespräsident Joachim Gauck zum 80. Geburtstag gewürdigt. "Aus Ihrem Wirken ist viel Segen erwachsen", erklärte Bedford-Strohm in einem am Mittwoch in Hannover veröffentlichten Gratulationsschreiben: "Sie haben aus Ihrem christlichen Glauben auch in diesem Amt keinen Hehl gemacht."

Gauck wurde am 24. Januar 1940 in Rostock geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie und war viele Jahre Pastor in Mecklenburg. Ende der 80er Jahre zählte er zu den Pfarrern, die ihre Kirchen für die friedliche Revolution öffneten. Er war von 2012 bis 2017 Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

Gauck habe die Kirchen immer wieder ermutigt, "durch eine zuversichtliche und fröhliche Glaubenshaltung" ihren Beitrag zur Demokratie zu leisten, fügte Bedford-Strohm hinzu, der auch bayerischer Landesbischof ist. Der EKD-Ratsvorsitzende hob zudem das Engagement des Altbundespräsidenten für die Erinnerungskultur hervor: "Sie haben mit uns gemeinsam die Bedeutung einer Erinnerungskultur in Deutschland eingeschärft, die die Erinnerung an die dunklen Seiten unserer Geschichte als Grundlage des Einsatzes für die Menschenwürde heute versteht."

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