Staatstrauer nach Terroranschlägen in Burkina Faso

Staatstrauer nach Terroranschlägen in Burkina Faso

Nach zwei Terroranschlägen mit mindestens 36 Toten hat der Präsident von Burkina Faso, Roch Kabore, am Mittwoch eine zweitägige Staatstrauer ausgerufen. Mutmaßliche Islamisten hatten am Dienstag zunächst einen Markt in der Stadt Nagraogo im Norden des Sahelstaats überfallen, Stände angezündet und 32 Menschen getötet. Vermutlich dieselben Täter verübten kurz darauf einen Anschlag auf eine benachbarte Ortschaft und töteten offiziellen Angaben zufolge vier Bewohner. In der Region sind zahlreiche Terrorgruppen aktiv.

Das Parlament in der Hauptstadt Ouagadougou beschloss unterdessen ein Gesetz, nach dem künftig auch Partisanen gegen Islamisten kämpfen dürfen. Diese sollen ein zweiwöchiges Training erhalten, bevor sie eingesetzt werden. Damit will die Regierung auf die stark gestiegene Zahl von Terroranschlägen reagieren. Die Armee ist offensichtlich nicht in der Lage, der Vielzahl von Attentaten Herr zu werden. Auch der seit Anfang 2018 geltende Ausnahmezustand hat daran nichts geändert.

Die Vereinten Nationen beklagen beispiellosem Terror und Gewalt in der Sahel-Region. Die Zahl der Terroropfer ist laut UN ebenso wie die der Flüchtenden dramatisch gestiegen. In Burkina Faso töteten Terroristen nach UN-Schätzungen im vergangenen Jahr etwa 2.000 Menschen. 2017 waren 80 Opfer gezählt worden.

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