Büros von Oppositionsführer Guaidó durchsucht

Büros von Oppositionsführer Guaidó durchsucht

Während der Europareise des venezolanischen Oppositionsführers Juan Guaidó haben Geheimdienstmitarbeiter nach Berichten von Vertrauten seine Büroräume in der Hauptstadt Caracas durchsucht. Guaidós Ehefrau Fabiana Rosales veröffentlichte am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter ein Video, auf dem vermummte uniformierte Männer zu sehen sind, die den Eingang zum Büro versperren. Guaidó reist derzeit durch Europa, um für Unterstützung im Machtkampf gegen Staatschef Nicolás Maduro zu werben. Der selbsternannte Interimspräsident trotzt damit einem Reiseverbot der Maduro-Regierung.

In London traf Guaidó am Dienstag mit Premierminister Boris Johnson zusammen. Am Mittwoch standen in Brüssel Gespräche unter anderem mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell auf dem Programm. Danach wurde Guaidó auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erwartet. Zuvor war Guaidó in Kolumbien mit US-Außenminister Mike Pompeo zusammengetroffen, der weitere Sanktionen gegen das Regime unter Maduro ankündigte.

Auf Twitter äußerte sich Guaidó zufrieden über die zugesagte internationale Unterstützung im Kampf um einen friedlichen Machtwechsel in Venezuela. Zugleich gab Guaidós Partei allerdings die Festnahme ihres Abgeordneten Ismael León durch die Polizei bekannt. Es sei nicht bekannt, wo sich der Oppositionspolitiker derzeit befinde, hieß es.

Vor einem Jahr hatte sich Parlamentspräsident Guaidó zum Interimspräsidenten ausgerufen. Er wird von mehr als 50 Staaten anerkannt. Auf der Seite von Maduro stehen Länder wie Kuba, Russland und die Türkei. Das Militär steht mehrheitlich loyal zu Maduro und ist sein größter Machtfaktor.

Meldungen

Top Meldung
In Düsseldorf haben Vertreter der örtlichen Religionsgemeinschaften bereits vor Wochen ihre Pläne für einen gemeinsamen "Toleranzwagen" vorgestellt. Foto: Wagenbaumeister Jacques Tilly mit einem Entwurf des Wagens in der Wagenbauhalle. Unter dem Karnevalsm
Zwei Tage nach dem Anschlag von Hanau sind am Freitagabend in Nordrhein-Westfalen erneut mehrere tausend Menschen zu Mahnwachen und Kundgebungen gegen Rechts auf die Straße gegangen. Auch der rheinische Straßenkarneval reagiert auf den Anschlag.