Flüchtlinge der "Sea-Watch 3" gehen in Tarent an Land

Flüchtlinge der "Sea-Watch 3" gehen in Tarent an Land

Die "Sea-Watch 3" hat sechs Tage nach der Rettung von 119 Flüchtlingen Tarent erreicht. Die Flüchtlinge seien in dem Hafen in Apulien an Land gegangen, sagte Sea-Watch-Sprecher Oliver Kulikowski dem Evangelischen Pressedienst (epd). Am Dienstag hatte Italien der Besatzung des Rettungsschiffes Tarent als Hafen zugewiesen. Die Crew hatte die Flüchtlinge Ende vergangener Woche in drei Einsätzen aus Seenot gerettet. Das italienische Schiff "Open Arms", das zeitgleich 118 Flüchtlinge im Mittelmeer rettete, war bereits am Mittwoch in Messina angekommen.

Die 119 Flüchtlinge auf der "Sea-Watch 3" hatten in den vergangenen Tagen teils bei Hagel an Deck ausharren müssen, weil das Schiff zwei Tage brauchte, um von Süden aus an Sizilien vorbei nach Tarent zu gelangen. Die Besatzung der "Sea-Watch 3" hatte nach Tagelangem Warten auf die Erlaubnis, die Flüchtlinge an Land zu bringen, mit Erleichterung auf die Zuweisung eines sicheren Hafens reagiert. Doch Erfahrungen mit der Umverteilung von Menschen zeigten, dass die Rechte der Flüchtlinge an Land nicht garantiert seien. "Wir brauchen faire und vorhersehbare Regelungen", mahnte die Crew.

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