Bundestag berät über Einführung von Wohnungslosen-Statistik

Bundestag berät über Einführung von Wohnungslosen-Statistik

Künftig soll es eine bundesweite Erhebung der Daten über die Wohnungslosigkeit in Deutschland geben. Der Bundestag beriet am Freitag in Berlin über einen Gesetzentwurf aus dem Bundesarbeits- und Sozialministerium. Alle Fraktionen unterstützten das Vorhaben.

In Deutschland gibt es bisher nur Schätzungen über die Zahl der Wohnungslosen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe gab im November dieses Jahres die Zahl der Menschen ohne eigene Unterkunft mit 678.000 im Jahr 2018 an. Gegenüber dem Vorjahr war das eine weitere Zunahme um vier Prozent. Die Zahl der Wohnungslosen steigt der BAG zufolge seit Jahren.

Erfasst werden sollen von der künftigen Statistik jedoch nur Menschen, die öffentlich untergebracht, also in Notunterkünften kurzzeitig oder auf längere Zeit registriert werden. Das wurde von der Opposition bemängelt.

Der grüne Armuts-Experte Wolfgang Strengmann-Kuhn erklärte, man könne nur von einem Einstieg in eine Statistik sprechen. Wohnungslose die bei Bekannten oder Familie unterkommen oder Menschen, die auf der Straße leben, würden ausgeklammert. Hier müsse die Bundesregierung nachbessern, forderte er.

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